Start Magazin CSR & Kunst Aktuelles - Medienpartner Gesundheit und Fitness - Geschenk oder harte Arbeit Prof. Ingo Froböse
Gesundheit und Fitness - Geschenk oder harte Arbeit Prof. Ingo Froböse PDF Drucken E-Mail

5. RSF-Info-Abend des Rheinischen Stifterforums am 22. Juni

mit Professor Ingo Froböse, Sporthochschule Köln

 

Zum Thema „Gesundheit und Fitness – Geschenk oder harte Arbeit?“ konnten wir Herrn Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln,

Leiter des Zentrums für Gesundheit für Sport und Bewegung, gewinnen.

 

Anschaulich wies er darauf hin, wie sich langsam unsere Gesellschaft verändert: Die Kinositze werden breiter, die Flugzeuge müssen die Ladefracht trotz unveränderter Sitze neu berechnen, die Portionen sind XXL und die Poppkornbecher haben Übergrößen.

 

Dabei ist es so einfach durch einige Veränderungen im Leben, sich fit zu halten, denn ansonsten benötigt der Einzelne bald viel Zeit für Krankheiten.

 

Laut Herrn Professor Froböse sollte jeder am Tag 10.000 Schritte gehen und mindestens 5 Stockwerke die Treppe hochlaufen statt den Lift zu nutzen. Fakt aber ist, dass viele Menschen sich nur vom Haus in den Wagen begeben, damit zur Arbeit fahren und abends zurück. Dabei ist unser Körper für 12 Stunden sammeln und jagen bei wenig Essen ausgelegt.

 

Im Anschluß an den Vortrag wurde mit Frau Privatdozentin Hannelore Riesner, Botschafterin für Stipendien an der Heinrich-Heine-Universität-Düsseldorf, Dozentin im Funktionsbereich Public Health für Gesundheit und Bewegung und Frau Dr. Elke Ahlers, Leiterin Arbeitsbedingungen und Gesundheit, Work-Life-Balance, Hans-Böckler-Stiftung (Ersatz für Frau Dr. Maschke, da diese verhindert ist) sowie Herrn Prof Froböse diskutiert, welche Aufgaben nicht nur für den Einzelnen, sondern für die Gesellschaft und die Unternehmen aus dem Thema Gesunderhaltung erwachsen. Durch den Abend führte Maren Jackwerth.

 

Hierbei ging es um die Eingrenzung, welcher Sport ist für wen richtig. Ein 20-Jähriger startet Sport anders, als eine Person, die erst mit 50 über Sport nachdenkt und vielleicht sogar bereits eine Vorerkrankung hat. Entsprechend wichtig ist dann auch eine Eingangsdiagnostik. Herr Professor Froböse macht noch einmal darauf aufmerksam, dass in jedem Alter mit Sport gestartet werden sollte, besser spät als nie. Denn bereits nach kurzer Zeit bauen sich Muskeln auf. Der schöne Nebenaspekt: Sie fühlen sich in kurzer Zeit fitter, in Ihrer Haut wieder wohler und Sport bewirkt, dass sich Zellen erneuern und sie geistig fitter und ausdauernder werden.

 

Danach wurde die spannende Frage erläutert, was Unternehmen tun können, um ihre Mitarbeiter gesund zu erhalten. Neben Sportangeboten in der Firma über die Bereitstellung von Duschen, damit Mitarbeiter mit dem Fahrrad kommen oder mittags joggen gehen können, ging es um gesundes Kantinenessen und dem Obstkorb auf jedem Flur. Aber auch die Kleinigkeiten sind interessant laut Dr. Ahlers: Steht der Drucker am Ende des Flurs, so muss jeder Mitarbeiter zwangsläufig aufstehen und sich den Ausdruck holen. Denn das fordern auch Prof. Froböse und Privatdozentin Riesner vehement: Mindestens jede Stunde einmal aufstehen und die Sitzposition am Arbeitsplatz ändern.

 

Bei Sportangeboten in den Firmen sind aber auch die Führungskräfte gefragt, denn diese leben einen gesunden oder eher nicht gesunden Arbeitsstil vor: Ist es besser, immer bis 20.00 Uhr zu bleiben oder ist der besser dran, wer nach getaner Arbeit um 18.00 Uhr zur Familie und der Freizeit aufbricht? Und denken Unternehmen auch an Sportereignisse für die gesamte Familie der Mitarbeiter? Das befördert bestenfalls das Wir-Gefühl in der Firma, macht Spass, schweißt zusammen und bewirkt so ein Entstehen von Teamgeist. In Zeiten von mobilen Arbeitsplätzen und Home Office ein nicht zu unterschätzender Aspekt!

 

Die vielen Fragen der über fünfzig Zuhörer zeigte, wie wichtig das Thema ist, geht doch Gesundheit und Fitness bis ins hohe Alter uns alle an. Das Gute zuletzt: Durch Sport ist man bis zu 15 Jahre jünger als sein biologisches Alter!